Es gibt viele Perspektiven auf das Thema psychologische Sicherheit: Besonders spannend finde ich den Blick des Qualitätsmanagements oder des HSE-Managements. Die genau darauf spezialisierte Veraterin Susanne Petersen hat mich in ihren Podcast dazu eingeladen.
Kurz vorab: HSE bedeutet “Health Safety Envorinment”. HSE-Manager sind also für die Gesundheit der Beschäftigten, Arbeitssicherheit und Umwelt zuständig.
Im ersten Teil des Gesprächs geht es mit vielen Beispielen aus meiner Arbeit um die drei F: Führung, Fehler, Feedback.
Die wichtigsten Punkte dazu:
1. Führung: Die Menschen, die sich um Qualität oder HSE kümmern, sind vor allem auf eines angewiesen: Auf Führungskräfte, die das Thema und die damit verbundenen permanenten Anpassungen und Veränderungen ernst nehmen UND in ihrem Verantwortungsbereich einen offenen, psychologisch sicheren Austausch dazu ermöglichen. Das ist der Hebel, damit die Welt der DIN-ISO Normen überhaupt Anschluss an den Alltag in einem Unternehmen findet.
2. Fehler: Qualitätsprobleme, die mit menschlichen Fehlern verbunden sind, müssen angesprochen werden. Doch in einem Klima der Angst tendieren Menschen dazu, Fehler zu vertuschen, zu verheimlichen oder auf andere abzuschieben. Beinaheunfälle werden nicht gemeldet. Psychologische Sicherheit ist der Schlüssel für einen konstruktiven, offenen Umgang mit Fehlern und Problemen.
2. Feedback: Sowohl für eine wirksame Führung als auch für den lernenden Umgang mit Fehlern braucht es Feedback als hilfreiche Rückmeldung. Psychologische Sicherheit fördert im Zusammenhang mit Qualitätsmanagement und HSE ein Umfeld, in dem sowohl Führungskräfte als auch alle anderen Beschäftigten auch kritische, heikle Dinge wertschätzend und mutig ansprechen können. Das ist das Gegenteil von einer Harmoniekultur!
Und hier geht’s zum Podcast auf Spotify:
